Mittwoch, 12. März 2014

Yamaha 220cm³ Umbau

Es ist Zeit für ein neues Projekt. Der 209cm³ Umbau hat eine Menge Spaß gemacht und ich konnte selber viel lernen. Nun soll es eine Stufe weiter gehen, professioneller, gründlicher, besser.


Grundlage wird der bereits vorgestellte DT200WR Motor jedoch mit einer Besonderheit. Die 57mm Kurbelwelle wird durch eine 60mm Kurbelwelle getauscht.


Die 3mm mehr Kolbenweg wird für eine deutliche Leistungssteigerung im unteren und mittleren Drehzahlbereich sorgen. In amerikanischen Foren wird von 3-4PS Leistungssteigerung von 199 auf 208 cm³ berichtet.

Die Welle bietet durch Kunststoffinlays ein geringeres Eigengewicht. Durch die geringere Schwungmasse wird das Ansprechverhalten verbessern ohne Vorverdichtung zu verlieren.

Als Zylinder ist ein 3XP Zylinder der DT 200 WR vorgesehen, wie er auch in meinem letzten Projekt seinen Platz fand. Die Bohrung wird bei 68,00 mm liegen, also minimal weniger als zuvor. (68,25) Daraus ergeben sich 218 cm³!



Der Zylinder erhält jedoch eine neue Nikasil Beschichtung und ist nicht mit einer Graugussbuchse versehen. Die Beschichtung ist noch härter als der Grauguss was der Haltbarkeit zu gute kommen sollte. Der Zylinder wird desweiteren noch geportet.

Alle Informationen zum Motor werden noch sauber zusammengefasst veröffentlicht.

Der Membranblock stammt wie bereits im letzen Post angekündigt von V-Force. Bei der DT200WR führt dieser laut Hersteller zu einer 5% igen Leistungssteigerung was bei originalen 35 PS schon zwei Pferde mehr an die Kurbwelwelle holen soll.

Die sonstigen Anbaukomponenten sind noch nicht ganz klar.

Als Wunschleistung meines 209cm³ Projekts hatte ich mir 40 PS an der Kurbelwelle gesetzt, welche auch fast erreicht wurden. (Ergebnis waren 38PS mit Potenzial nach oben.)

Als Leistungsziel dieses Umbau habe ich mir 36 PS am Hinterrad, mit einer etwa 3 PS höheren Leistungskurve gesetzt. Ich bin gespannt was dabei herum kommt!

Alle Informationen und Seiten zum letzen Umbau findet ihr geordnet und zusammengefasst:

Freitag, 7. März 2014

Vergleich zur KTM EXC 200 Bj. 2001


Hier mal die Leistung am Rad im Vergleich zur KTM 200. Die Spitzenleistung ist die gleiche, der Drehmoment verlauf der KTM liegt jedoch etwas höher.

Ich finde für einen Custom Umbau ist die Leistung parallel zur ebenfalls abgestimmten KTM 200 absolut Top. Natürlich hat mein Motor 10 cm³ mehr, sollte aber von der Haltbarkeit deutlich besser sein.

Ich habe in den letzen Tagen durch noch etwas Feinarbeit mit der Auslasssteuerung im unteren Drehzahlbereich noch etwas spürbare Leistung heraus holen können. Ich würde schätzen, dass die KTM und die DT jetzt etwa gleich sind.

Nach dem Resonanzbereich hat das verstellen der Zündung auf fast 0° vorzündung noch ein etwas besseres Überdrehen gebracht. Im großen und ganzen würde ich sagen, dass die Kurve jetzt c.a Identisch mit denen der KTM 200 sind.

Quelle des Diagramms:
http://www.jaydeemotorcycles.com.au/dyno/ktm20001.gif

DT Kurve:
DE06 mit 20 000km, Entdrosselt

Nachtrag:

Aktuelle KTM 200 Modelle kommen wohl auf c.a 36PS am Hinterrad.

Dienstag, 25. Februar 2014

Abstimmen Teil 2 - Prüfstand

So langsam macht es Spaß mit dem Umbau Motor zu fahren! Die Abstimmung ist soweit es auf der Straße möglich ist fertig. Die letztendliche Abstimmung erfolgte heute auf dem Prüfstand.

In der letzten Zeit wurde außerdem der Stingerquerschnitt von 23mm auf 25mm vergrößert. Dies sollte nochmal die Leistung im oberen Drehzahlbereich verbessern. Den Powerjet habe ich zwangsweise stillgelegt. Der Ausaugunterdruck im Kanal reicht nicht aus um den Sprit bis zur Düse zu liefern.

Hier das Leistungsdiagramm: (Zum Vergrößern bitte klicken)



Angekommen bin ich mit 26 PS Hinterradleistung. (Grüne Kurve) (Kurbelwelle 32PS)
Innerhalb von 1.5 Stunden und 20 Prüfstand Läufen waren wird dann auf 32PS am Hinterrad. (Rote Kurve)
Die Verlustleistung bis zur Kupplung haben wir aus Verschleißgründen nur einmal gemessen. Sie berägt 4 PS.

Somit hat man nach der Abstimmung nun 36 PS an der Kupplung und etwa 38 PS an der Kurbelwelle anliegen. 
In Kombination mit dem sehr breiten Drehzahlband bin ich sehr zufrieden. Lieber ein paar Pferdchen weniger, dafür deutlich angenehmer fahrbar, fürs Gelände echt bestens.

Woher kommt die Leistung?


Gemisch:

Der folgende Text bezieht sich auf das unterste Diagramm.

Bei der Ankuft lag der Lambda Wert des Motors bei 10:1 (Luft:Kraftstoff) dies ist viel zu fett. (Hier im Diagramm NICHT zu sehen, die Sonde war nicht angeschlossen) Angestrebt wurde ein Gemisch von 13:1 (Rot gestrichelt)

Beim Herunterdüsen (siehe Blaue Kurve) wurde der Wert langsam besser (11:1) und somit auch die Leistung. 

Bei der Roten Kurve wurde dann ein Wert von 12:1 erreicht. 

Der Motor wäre LOCKER auf >40 PS an der Kurbelwelle gekommen jedoch wollte ich das Gemisch nicht weiter abmagern, was zwar noch kein Problem wäre aber nicht gerade der Langlebigkeit zugute kommt.

Zündung/Powerlwaze

Bei der Zündung wurde auf mehr Vorzündung gesetzt. Hier mal die Entwicklung:


Bei der Auslasssteuerung fand nur eine leichte Veränderung beim Öffnen und Schließen statt. Der Rest ist gleich geblieben, siehe Diagramm:



Schlusswort:

Im großen und ganzen bin ich sehr zufrieden! Der Motor leistet im original Zustand maximal 35PS. Und das ist nicht die Regel sondern eine Herstellerangabe. Die Realwerte werden um die 32 bis 33 PS liegen.

Die 8 cm³ mehr Hubraum kommen dem unteren Drehzahlbereich mehr zu gute als oben. Dort macht sich eher der FMF Krümmer und der Vergaser bemerkbar. Ansonsten ist der Motor ja komplett original!

Aus dem Umbau habe ich selber nochmal sehr viel gelernt was folgenden Projekten sehr zu gute kommen wird. Wie bereits geschrieben wären meine angestrebten 40 PS Kurbelwellenleistung ohne Probleme machbar gewesen, jedoch ist mir hier Langlebigkeit wichtiger. Außerdem war meine Zeit am Prüfstand aufgebraucht.

Hier noch ein Vergleich zur originalen DT 125 R. Leistung an der Kurbelwelle.


Ziele für die Zukuft: 

- Der zweite WR 200 Motor soll auf >42PS "alltagsleistung" gebracht werden.
Eine Nikasilbeschichtung, längere Steuerzeiten,  V-Force Membranblock, breitere Kanäle und ein anderer Krümmer sollten dies ohne Probleme möglich machen.

- 250 cm³ Umbau mit 61mm Hub.

Ein Video zur Leistung und dem Sound wird auf jeden Fall die Tage noch kommen!


Freitag, 7. Februar 2014

WR 200 Projekt²



Einige haben sich bestimmt gefragt was das Puzzle Bild mit dem Motor zu bedeuten hat. Ich habe aus Griechenland noch einen WR 200 Motor gekauft. Dieser wurde vor Ort komplett überholt. Heute ist er angekommen.

Motorblock:


- Gehäuse sandgestrahlt
- Innengehäuse Poliert
- Kurbelwelle Poliert
- Deckel und Abdeckungen lackiert
- Alle Lager und Simmerringe neu
- Neues Hod-Rods Pleul
- V-Force 3 Membranblock, auf den Ansaugstutzen geflowed
- Neue Kupplung + Verstärkte Federn



(Gehäuse sandgestrahlt)


(Einlass und Übergang zum Zylinder poliert und geflowed)

(Hot Rods Pleul Kurbelwelle poliert)

(V-Force 3 Membranblock)


Zylinder:


- neu gebuchst
- Überstromkanäle vergrößert und auf den Block geflowed
- Überstromkanalfenster vergrößert
- Powerwalze poliert
- Auslass vergrößert und poliert



(Überstromkanäle vergrößert und entgratet)

(Auslass und Powerwalze poliert)


Bei dem Motor steht trotzdem noch etwas Arbeit an. Der Zylinder ist zwar geschliffen, hat aber keinen Kreuzschliff.... da muss man nochmal drüber. In Griechenland fahren sehr viele so herum, und es scheint auch so zu funktionieren. Aber ein Kreuzschliff ist definitiv besser.

Zylinder ist schon gelaufen und hat leichte Laufspuren. Ob ich neu hone weiß ich noch nicht.


Wofür ist der Motor?

Er wird als Grundlage für ein neues Projekt verwendet welches in naher Zukunft vorgestellt wird.

Freitag, 24. Januar 2014

Umbau des Cagiva Mito ESD's

Wie bereits berichtet hat der Giannelli Endschalldämpfer für die Aprilia RS 125 leider nicht gepasst und hatte nur 23mm Durchlass.

Zurück geschickt und auf "gut Glück" den originalen Cagiva Mito 125 Krümmer und Endschalldämpfer bestellt.



Ja wie der Zufall es wollte... Endschalldämpfer hat ein Kammersystem - wie es auch der original DT Endschalldämpfer hat. Hier schematisch dargestellt.


Ein solches Kammersystem dient zur Geräuschminimierung und erzeugt viel Rückstau und ist somit für meinen Einsatzzweck überhaupt garnicht geeignet. Desweiteren war der Durchlass anstatt den erwarteten 25mm Querschnitt nur 23mm weit.

In der Hülle des Dämpfers war folgendes zu finden:



Cagiva setzt hier auf eine Mischung aus Reflexionsschalldämfer (Kammersystem) (links) und Absorbtionsschalldämpfer (rechts). Grund: Das Kammersystem dämmt hauptsächlich tiefe Schallfrequenzen während der Absorbtionsteil hohe Schallwällen schwächt. 

Ziel der Sache ist es einen kompletten Absorbtionsschalldämpfer zu bauen. Verwendet dazu habe ich das 28x1.5mm Stahlrohr (25mm Durchlass) welches ich für den Stinger vom Krümmer besorgt habe. Nach etwa einer Stunde war ich fertig mit Löcher bohren. Lochdurchmesser 3,2mm. 


Den Einlass und die Endkappe habe ich vom Cagiva ESD-Innenleben herausgeflext und übernommen.
Oben links im Bild der Teil mit den Verschraubungen, und Rechts die Endkappe.



Die Verschraubkappe habe ich anschweißen lassen. Die Endkappe mit dem "Schnorchel" habe ich mit einem Silikonschlauchverbinder verbunden. Grund? Die Platte und das Rohr lassen sich so gut wie garnicht zu 100% senkrecht verschweißen. Bei 25 cm Rohrlänge hat man dann selbst bei minimal falschem Winkel 1-2 mm Verschiebung. Der Schlauchverbinder gleicht dies perfekt aus. In meinem Fall ist es zum Glück sehr sehr exakt geworden. Ich schätze, dass weniger als 1mm Ausgeglichen werden muss. Die Rohre liegen im inneren des Verbinders fast plan aufeinander. - Strömungsgünstiger Übergang Gewehrleistes. 


Als nächstes die alte Dämmwolle herum. Zum Stopfen habe ich aus dem Rewe die Stahlwolle zum Putzen genommen. Im Baumarkt hatten die garnichts da. 



Dann alles gut zusammen gedrückt und ab in die "Röhre".




Nächste Woche muss ich mir dann noch den Adapter anfertigen. Dann kann es weiter mit Abstimmen gehen. Ich bin sehr gespannt wie sich das Ganze auf die Leistung auswirkt!

Anhang:

Habe von Athena mir neue Auspuffwolle gekauft. Die Stahlwolle ist absolut nicht zu gebrauchen! Der Endschalldämpfer wird zu laut und sorgt für einen Leistungsverlust.



Freitag, 17. Januar 2014

Optische Aufwertung Teil 2

Kommen wir zum zweiten Teil der optischen Aufwertung. Angebaut wurden :
  • Polisport SHARP Handschalen in orange
  • H4 Birne
  • LED Rücklicht
  • Anpassung des Kennzeichenhalters.

1. Handschalen

Die Handschalen passen vorne und hinten nicht. Also Reture. Empfehle ich nicht zu kaufen.

2. H4 Birne

Um im Dunkeln nutzen aus der Leistungsstarken DE06 Lichtmaschine ziehen zu können habe ich eine H4 12V 60/55W bestellt. Preis liegt bei 8 Euro mit Versandkosten. 
(hinten original, vorne H4)


How To Do? (Anleitung auch auf dt125.de in der Werkstatt)


 1. Original Birne ausbauen
 2. In Tuch einwickeln und die Birne kaputt schlagen, es wird die Fassung benötigt.
 3. Per Schraubenzieher und Hammer das Dünne blech "aussschneiden"
 4. Die roten makierten Stellen an der H4 Birne abflexen. (Oben im Bild)
 5. Die bearbeitete Fassung einlegen, darüber die H4 birne und dann zu schrauben. Achtet darauf, dass die        Birne richtig sitzt. der mittlere Kontakt muss nach UNTEN!


6. Alles wieder anschließen.

Hier zwei Bilder vom Lichtkegel (Links abblend, rechts Fernlicht)


3. LED Rücklicht und Kennzeichenhalter-Anpassung  2

Hier als aller erstes mal wieder der Vergleich zwischen dem Ergebnis und dem vorherigen Zustand : 



HowToDO:

1. Heckverkleidung abnehmen.
2. Schrauben an der Rückseite des Kennzeichenhalters lösen und das Rücklicht abziehen.


 Hier einmal das LED Rücklicht und original im Vergleich. Zu kaufen gibts das gute Stück hier


3. Nun muss Material abgenommen werden. Hier das "fertige" Teil. Die bearbeiteten Stellen sind Rot markiert.



4. Nun brauchen wir eine Zwischenplatte. Aufgrund der so weit äußeren Befestigungsstellen des Rücklichts kann man dies unmöglich auf den originalen Kennzeichenhalter montieren. Dabei nutzen wir die originale Bohrungen im Kennzeichenhalter zur Befestigung. Es reicht ein normales Stahlblech 1mm welches zugeschnitten werden muss. Ich hatte dieses Teil noch im Keller übrig.


5. Zwei Bohrungen mit 60mm Abstand in die Mitte des Blechs setzen. Dann passt dies perfekt auf die Löcher im Kennzeichenhalter und kann mit Unterlegscheiben von hinten verschraubt werden. Das ganze ist absolut fest!



6. Nun habe ich das LED Rücklicht mit einigen Distanzscheiben auf die Platte montiert, damit das ganze besser ausschaut und die Kennzeichenbeleuchtung seinen Zweck erfüllen kann.... Auf der Rückseite wird das Ganze dann mit der Kontermutter gesichert. Schraubensicherung verwenden.



7. Auf der Verpixelten Fläche erfolgt nun die Kennzeichenmontage. Zwei Löcher bohren, Unterlegscheiben fertig. An der roten Linie wird abgesägt.


Ergebnis : Der dicke Rücklicht-Klumpen ist weg.


Wie auch schon im Forum geschrieben, Abstimmung vorerst pausiert. Am Montag / Dienstag kommt erstmal der 25mm Stinger dran. Der ESD der Aprilia RS 125 geht zurück da er nicht richtig passt. Ich werde einen der Cagiva Mito nun ausprobieren.